Im Podcast „Mikro trifft Makro – Das Finanzmarktgespräch“ sprechen Deka-Chefvolkswirt Dr. Ulrich Kater und Moderator Dirk Huesmann über alles, was die Welt und die Börsen aktuell bewegt. Dabei gehen sie auf tagesaktuelle Ereignisse ein und beleuchten die Hintergründe des Marktgeschehens. Grundlegende Marktmechanismen und -zusammenhänge werden immer wieder ein Thema sein. Reinhören lohnt sich:
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Lesen Sie hier die wöchentliche Kolumne von Dr. Ulrich Kater mit seiner Einschätzung zu aktuellen Themen aus der Finanzwelt:
Ein versöhnliches Ende kennzeichnet die abgelaufene Handelswoche an den Kapitalmärkten. Misstöne kamen zunächst insbesondere aus dem Technologiesektor. Eine große KI-Firma nach der anderen präsentierte in den vergangenen Tagen ihre Ergebnisse für das zweite Quartal. Die Zahlen waren durchweg gut und bewegten sich im Rahmen der extrem hohen Erwartungen der Finanzanalysten. Aber eben auch nicht mehr. Damit geht die Phase der sich fortlaufend steigernden Erwartungen an die neuen KI-Geschäftsmodelle zu Ende. Und immer lauter wird die Frage gestellt, ob sich die enormen Investitionen dieser Firmen auszahlen werden. Dies führte dazu, dass einige Übertreibungen aus den Kursen abgelassen wurden. So schloss die US-Technologiebörse NASDAQ in dieser Woche zeitweise zehn Prozent unter ihrem Allzeithoch Anfang Juni. Dann brachten die Gewinnzahlen von Microsoft und Amazon gegen Ende der Woche doch noch positive Überraschungen und entfachten eine Kurserholung über den gesamten Technologiesektor hinweg. Der deutsche Leitindex DAX schwang sich zu neuen Höchstständen auf. Insgesamt sind diese Entwicklungen jedoch positive Zeichen, denn sie zeigen, dass die Börse sich von reinen Erwartungen an das KI-Geschäft löst und zunehmend an realen Ergebnissen orientiert. Auch für die Gesamtwirtschaft gab es einiges an Daten in der zurückliegenden Woche. Die Konjunkturzahlen für die europäischen Volkswirtschaften zeigten für das zweite Quartal wieder ein Wirtschaftswachstum an, nicht zuletzt auch in Deutschland. Dagegen machten die Verbraucherpreise wieder einen – allerdings erwarteten – Sprung nach oben auf 2,8 Prozent vor dem Hintergrund der anhaltenden Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Und schließlich tagte die US-Notenbank zum zweiten Mal unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh, allerdings wieder ohne eine Änderung der Leitzinsen.
Veröffentlicht am: 31. Juli 2026
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